Osteopathie

 

Die Osteopathie wurde vor über 130 Jahren in Amerika entwickelt und breitet sich nun nach und nach in Europa aus. Es ist ein manuelles Untersuchungs- und Behandlungsverfahren, das sich in drei große Bereiche unterteilt: 

 

1) das parietale System (Knochen, Gelenke, Bänder, Sehnen, Muskeln), 

2) das viszerale System (Organe, Gefäße, Nerven, Bindegewebe) und 

3) das Cranio-Sacrale-System (Schädel/Cranium, Hirn- und Rückenmarkshäute, Hirn- und/bzw. Rückenmarksflüßigkeit,    

    Nervensystem, Kreuzbein/Sacrum).

 

Ein/Eine OsteopathIn untersucht und behandelt die Bewegungsmöglichkeit all dieser Systeme manuell, dabei greift er/sie auf umfassende theoretische und praktische Kenntnisse der Anatomie, Physiologie, Neurologie und Pathologie zurück. Deshalb dürfen in Österreich nur ÄrztInnen und PhysiotherapeutInnen die Behandlungen nach den Qualitätskriterien der Osteopathieschulen  durchführen. 

 

Die Behandlung beginnt mit einem umfassenden Gespräch (Anamnese), auf welches eine manuelle Untersuchung folgt. Dabei werden mögliche Blockaden, Einschränkungen in den o.g. Systemen, aber auch eventuelle Kontraindikationen festgestellt. Erst dann kann der/die OsteopathIn entscheiden ob eine Behandlung stattfinden kann. Sollte etwas gegen eine Behandlung sprechen, verweist er/sie den/die PatientIn an einen Arzt. Die Behandlung selbst basiert auf sanften, manuellen Techniken.

 Ein/eine OsteopathIn verschreibt keine Medikamente und verwendet keine invasiven Maßnahmen (Spritzen, chirurgische Eingriffe, etc.).

 

Der Abstand zwischen den Behandlungen sollte mindestens ein bis zwei Wochen betragen.